Gehäusegröße:

Gehäuse unterscheiden sich je nach Standort oder Einsatzzweck. Ein Gehäuse kann von ganz klein bis sehr groß ausfallen. Auch die Form kann stark variieren.Das typische Gehäuse ist rechteckig, jedoch kann es in seltenen Fällen auch rund sein oder die Form eine Pyramide annehmen. Das sind jedoch Ausnahmen. Unterscheiden wir zuerst einmal nach der Größe.

Der Mini-Tower hat gerade genug Platz um ein Mainboard mit dem Formfaktor ATX auszustatten. Das installieren der Festplatten muss gut durchdacht sein und das Kabelmanagement ist nicht zu unterschätzen. Oft werden Kabel auch selber gezogen. Dies hilft dabei die Kabel kurz zu halten und für eine bessere Abwärme zu sorgen. Der Einbau einer Grafikkarte ist oft mit Komplikationen verbunden. Die GPU sollte nicht zu lang sein und über eine gute Lüfterkühlung verfügen. Ziel des Mini-Tower ist es so mobil wie möglich zu sein, bzw. am Arbeitsplatz wenig Platz zu beanspruchen.

Der Midi-Tower ist das „Standardgehäuse“ es bietet ausreichend Platz für jedes Mainboard sowie für mehrere Festplatten. Unabhängig vom Formfaktor der Festplatte. Auch wenn jeder Midi-Tower seinen eigenen logischen Aufbau für das Platzmanagement verfolgt, sollte es nicht zu Komplikationen kommen da ausreichend Stauraum vorhanden ist. Der Einbau einer Grafikkarte ist problemlos möglich. Trotzdem sollte vor dem Kauf die maximale Länge der zu verbauenden GPU mit dem Gehäuse abgestimmt werden. Die Hersteller geben immer die maximale Länge an welche im Gehäuse verbaut werden kann. Das Kabelmanagement in einem Midi-Tower ist leicht umzusetzen und bedarf keine Anpassungen der Kabel.

Die Kategorie der Big-Tower beinhaltet die größten Gehäuse. Sie bieten noch mehr Platz für Organisation von Festplatzen und Kabelmanagement. Der Einbau einer Custom-Wasserkühlung fällt hier besonders leicht. Es ist genug Stauraum um die Behälter zu positionieren. Auch der Verbau einer großen AIO-Wasserkühlung für CPU oder Grafikkarte lässt sich problemlos umsetzen. Durch das große Volumen innerhalb des Gehäuses kommt es zu einen langsameren Temperaturanstieg unter Last der PC-Komponenten. In Kombination mit einem durchdachten Luftfluss, realisiert du die Gehäuselüfter, ist die Kühlung optimal gewährleistet.

Belüftung & Lüfter:

Die Belüftung des Gehäuses ist ein wichtiger Punkt. Ziel ist es kühle Luft in das Gehäuse zu bringen. Warme Luft hingegen wollen wir aus dem Gehäuse abtransportieren. Ein typisches Konzept ist es ansaugende bzw. in das Gehäuse blasende Lüfter vorne anzubringen. Auf der Rückseite des Gehäuses werden dann pustende bzw. nach außen blasende Lüfter angebracht. Es entsteht also ein Luftstrom von vorne nach hinten. Vorne tritt kühlende Luft ein und auf der Rückseite wird die warme Luft aus dem Gehäuse abtransportiert.

Wasserkühlung:

Eine Wasserkühlung stellt eine alternative zur herkömmlichen Luftkühlung dar. Die entstehende Wärme innerhalb des Gehäuses muss trotzdem noch abtransportiert werden. Das anbringen einer Wasserkühlung kann zusätzlich denn Geräuschpegel des Computers positiv beeinflussen. Eine einfach Version einer Wasserkühlung ist die AIO-Wasserkühlung. AIO steht für all in one (alles in einem). Die AIO-Wasserkühlung wird als ein komplettes Teil verkauft. Radiator, Pumpe, Schläuche, Kühlflüssigkeit sowie Kühlkörper sind bereits vormontiert. Der Kühlkörper muss lediglich auf dem CPU bzw der GPU montiert werden. Am Radiator werden die Lüfter befestigt, dieser wird dann am Gehäuse befestigt. Wer jedoch nicht auf eine AIO-Wasserkühlung zurückgreifen möchte, kann auch eine custom-Wasserkühlung in seinem Gehäuse verbauen. Da dies jedoch sehr aufwendig ist habe ich hier einen interessanten Artikel zum erstellen einer custom-Wasserkühlung verlinkt. 

Mainboard Passform:

Abhängig von der Wahl des Gehäuses ändert sich die Auswahl des zu verwendenden Mainboards. in kleineren Gehäusen (Mini-Tower) werden oft der Mini-ATX (µATX) oder Mini-ITX Formfaktor des Mainboards verwendet. Im Midi-Tower und Big.Tower werden hingegen der ATX und E-ATX Formfaktor verwendet. Es sollte vor jedem Kauf eines Gehäuses darauf geachtet werden dass das Mainboard mit dem Gehäuse kompatibel ist. Generell sind kleine Mainboards auch in großen Gehäusen verbaubar. Dies macht jedoch wenig Sinn, da diese kleinen Mainboards meistens mit einer geringeren Ausstattungsumfang ausgestattet sind.